Was wäre, wenn du das Wetter mit deinen Gedanken beeinflussen könntest – und dafür plötzlich zur Staatsfeindin wirst?
Ein dystopisches Deutschland im Jahr 2052, eine junge Heldin mit außergewöhnlichen Kräften und eine Verschwörung, die unter der Oberfläche brodelt – Vega klingt wie eine Mischung aus Avatar – Der Herr der Elemente und einem dystopischen Krimi aus der Zukunft. Doch kann der Roman auch halten, was sein spannender Klappentext verspricht?
Darum geht es in „Vega“ Band 1
Vega hat eine einzigartige Gabe: Sie kann das Wetter beeinflussen. Nicht so, wie alle anderen Wettermachen, die dafür chemische Mittel einsetzen müssen. Nein, Vega nutzt dafür allein die Kraft ihrer Gedanken. Als sie für einen Wetterunfall verantwortlich gemacht wird, muss sie vor der Polizei fliehen – gleichzeitig, will sie aber auch wissen, was in der Kleingartenanlage wirklich passiert ist. Denn eins steht für Vega fest: Das Unwetter, war nicht natürlich, unkontrollierbar, fast schon böse. Und es werden immer mehr.
Vega ist ein Urban Fantasy Buch mit Dystopie und Krimi-Aspekten. Die Tropes sind: Female Hero, Unschuldig Beschuldigte, New Friends, Geheimbund & Intrigen, Klimakrise, Elemente bändigen.

Details zum Buch
Titel: Vega – der Wind in meinen Händen
Format: Gebundenes Buch
Band 1 von 2
Autor: Marion Perko
Verlag: Insel-Verlag
ISBN: 978-3-458-64328-9
Seitenzahl: 384
Erstveröffentlichung: 15.08.2022
Preis: 18,00 €
Bezugsquelle:
Meine Meinung zu »Vega – der Wind in meinen Händen«
Die Rezension wird euch diesmal von einem Kooperationspartner geliefert! Ich durfte mir bei Bookbot einige Bücher kostenlos aussuchen, um sie für euch zu rezensieren. Weiter unten erfahrt ihr mehr über Bookbot. Wie immer teile ich dennoch meine ehrliche Meinung mit euch.
Seichter Urban Fantasy aber spannender Auftakt
Wetterbändigen, Deutschland 2052, Klimakrise und chemische Unfälle – wenn man sich den Klappentext durchliest, klingt das Buch als würde Avatar Aang auf eine Dystopie treffen. Auf den ersten Blick also genau mein Ding. So wundert es auch niemanden, das Vega schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste stand. Tatsächlich, bin ich ursprünglich über eine Facebook-Gruppe auf das Buch gestoßen! Als ich gesehen habe, dass es bei Bookbot verfübar ist, habe ich es also direkt gesnackt.
Das Buch steht und fällt mit der Erwartungshaltung.
Man darf nicht zu viel erwarten. Und das meine ich überhaupt nicht böse oder wertend.
Es ist ein Jugendroman, der sich wirklich an ein sehr junges Publikum richtet. Wer sich eine richtige Dystopie oder ein krassen Urban Fantasy-Roman wünscht, wird mit Vega enttäuscht werden. Dafür ist der Weltenaufbau zu flach und die Story insgesamt nicht gesellschaftskritisch genug. Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Er ist jung, bildlich und locker. Jugendlich eben.
Was das Buch aber klasse macht, ist, einen spannenden Plot um ein tatsächlich ernsthaftes Problem aufzubauen. Klimawandel, dürre Perioden und damit einhergehende Hungersnöte: all das wird thematisiert, aber so, dass heranwachsende Menschen davon nicht verängstigt werden. Und auch nicht auf eine Art, die einen beim lesen machtlos zurück lässt. Sondern nüchtern, sachlich und in einen spannenden Plot verpackt. Mich hat das Buch beim lesen tatsächlich sehr an Aang – der Herr der Elemente erinnert. Nicht, weil die Handlung ähnlich wäre, aber weil auf eine ähnlich subtile, romantische und lustige weiße mit so ernsten Themen umgegangen wird. (ich mein lets be real: Aang ist ein Vollwaise dessen Volk ausgerottet wurde und der jeden Tag in einem Krieg um sein überleben kämpft, und trotzdem haben wir alle es als Jugendliche geliebt diese Serie zu schauen… oder tun es heute noch!)
Vega ist ein typisches Mädchen von nebenan. Sie will selbst herausfinden was diesen Unfall in der Gartenlaube hervorgerufen hat, teils um sich selbst zu entlasten, aber teils auch einfach, weil sie neugierig ist. Sie hat einige kecke Sprüche auf lager, ist aber oft auch ein wenig naiv. Sie ist Einzelgängerin und lieber für sich, kann gleichzeitig aber auch auf ein Netzwerk aus Freundes-Freunden zurückgreifen. Sie ist keine Superheldin. Und genau das macht sie so spannend und liebenswert. Wenn selbst Vega (die Frau, die bei einer Verfolgungsjagd im Zaun stecken bleibt) es schafft etwas zu bewirken, dann wir alle.
Da ich mit einer sehr offenen Erwartungshaltung an die Geschichte ran bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich würde es mit vier Sternen bewerten. Der Mittelteil wurde etwas langatmig, das Ende aber wiederum extrem spannend und ich freue mich schon sehr den zweiten Band anzulesen. Insgesamt habe ich das Buch in einem Schwung weggelesen – ohne zu viel zu leiden, aber spannend genug um es dennoch nicht aus der Hand legen zu wollen. Wenn ich mir eine “echte” Dystopie erhofft hätte, wie es der Klappentext anteasert, wäre ich jedoch enttäuscht gewesen. Ich würde das Buch als “Snack” für Zwischendurch empfehlen.
Die schönsten Zitate aus dem ersten Vega-Band
Doch jetzt, wo ich mich dabei ertappe, dass ich stehen geblieben bin und tief einatme, so als könnte ich den Duft in mir festhalten, ihn speichern wie Wärme in einer Mauer, frage ich mich, ob Überleben genug ist. Ob wir dem Leben überhaupt noch Raum lassen.
Er streckt die Hand aus, ich greife danach, und seine Wärme ist das Zuhause, das ich nun habe.
Bookbot: Gebrauchte Bücher kaufen
Das Buch habe ich (im Rahmen einer Koop. kostenlos) auf Bookbot.de ergattern können. Bookbot ist eine Plattform, auf der man gebrauchte Bücher kaufen kann und zwar zu einem sehr fairen Preis. Die Website ist super intuitiv zu bedienen und ich mag besonders gern, das die Produktfotos alle das echte Buch zeigen, welches man auch kauft. Entgegen Medimops und Rebuy kauft man hier nämlich nicht die Katze im Sack. Beim stöbern bin ich außerdem auf einige Sondereditionen und Exemplare mit Farbschnitt gestoßen, die sonst bereits ausverkauft und über Bookbot ebenfalls zu einem guten Preis zu haben sind. Mein Sammlerherz freut sich. Der Bestellprozess und die Lieferung liefen absolut reibungslos. Der Zustand von den Büchern, die ich erhalten habe, ist absolut neuwertig, ohne Leserillen oder Eselsohren. Für mich ist es seitdem die erste Anlaufstelle für gebrauchte Bücher.




