Ich habe beim lesen des Buches etwas über mich herausgefunden: Ich liebe nerdy STEM-Romances.
Gut okay, eigentlich ist es bei meinen seltsamen und ebenfalls überwiegend nerdigen Nischen-Hobbies auch nicht verwunderlich, dass mich genau sowas anspricht aber hey! Ich hab’s halt voher noch nicht ausprobiert.
Ist In Stormy Weather das perfekte Einsteigerbuch für STEM-Romance fragst du dich? Ich mochte es. Aber nicht durchgehend.
Mehr erfährst du jetzt in der Rezension :).
Darum geht es in „In Stormy Weather“ von Chelsea Curto
Achtung: könnte Spoiler enthalten.
Dr. Quincy Monroe ist eine wahnsinnig gute Meteorologin und mit ihrem YouTube-Channel auch eine sehr erfolgreiche Social-Media-Creatorin. Doch leider wird sie als Frau und „Influencerin“ in der Meterologen-Community eher belächelt. Was ziemlich blöd ist, wenn man die Hoffnung auf einen Job in der Branche hat. Als dann auch noch während einer heftigen Hurrikansaison in Florida ausgerechnet ihr langjähriger Rivale – der charmante TV-Weatherman und Bruder ihrer besten Freundin Sebastian Dunn – auftaucht, geraten ihre Karrierepläne vollends ins Wanken. Gemeinsam riskieren sie eine Sturm-Jagd. Im Auge des Sturms müssen die beiden ihre alten Streitereien begraben, während zwischen ihnen die Funken heftiger sprühen als jeder Blitzschlag.

Details zum Buch
TiTitel: In Stormy Weather
Autorin: Chelsea Curto
Format: Taschenbuch
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (KiWi)
ISBN: 978-3-462-01240-8
Seitenzahl: 464
Erstveröffentlichung: 09.07.2026
Preis: 18,00 €
Meine Bezugsquelle: kostenloses Leseexemplar
Meine Meinung zu »in stormy weather«
Ich habe das Buch kostenlos im Rahmen einer Leserunde erhalten. Wie immer bin ich trotzdem gnadenlos transparent und sage euch was ich an dem Buch mochte und was nicht.
Schwächelt gegen eine leicht, lohnt sich aber dennoch sehr
Schon gleich auf der ersten Seite dachte ich mir: Jap, das ist ein Buch für mich.
Der lockere Schreibstil und der entspannte, leicht neckende Vibe zwischen den Charakteren hat mich direkt für sich eingenommen. Ich mag es, wenn Romace-Bücher einfach tiefenentspannt sind. Wenn sich niemand selbst zu ernst nimmt und wenn die Protagonist:innen sich auch mal gegenseitig foppen können. Einfach echt sind. Wie du und ich eben auch.
Deshalb mochte ich auch die Beziehung zwischen Quincy und Sebastian direkt. Die beiden flirten, machen aber auch mal einfach nur völlig belanglosen Spaß miteinander. So ganz ohne Hintergedanken. Mal kommt ein bissiger Kommentar, mal führen sie ein ganz normales freundschaftliches Gespräch und mal ein ernstes. Oft ist mir Romance viel zu steif. Zu gewollt. Zu sehr „happy go lucky “. Zu sehr darauf aus, dass sich alle auf Krampf irgendwie verlieben. Hier hab ich das gefühl gar nicht. Hier hat es sich einfach wirklich so angefühlt, als würden sich grade zwei Personen (anders) kennenlernen und verlieben.
Besonders gut gefällt mir der STEM-Aspekt. Oh mein Gott, Leute! Du bekommst nicht nur eine süße Lovestory sondern auch echtes Wissen auf einem Silbertablett serviert. Wie toll ist das denn?!? Mein nerdiges Herz ist hier ein bisschen zu sehr aufgegangen. Ganz ehrlich? Keine Ahnung, ob das alles so gut recherchiert ist, dass es auch stimmt. Aber ich bin mir absolut sicher, das ich jetzt Profi in allem rund um Tornados bin.
Das Quincy einen YouTube-Channel hat macht dieses ultra nischige Meterologen-Thema für mich irgendwie gleich viel greifbarer. Ich glaube jeder von uns auf Social Media Menschen folgt, die über Dinge sprechen, die absolut NICHTS mit unseren Interessen zu tun haben. Aber wir finden diese Inhalte trotzdem super spannend, einfach, weil die Person so begeistert von ihrer Leidenschaft spricht. Genau so ist Quincy und daher ist es auch ein so toller Aufhänger für die Geschichte. Weil ich einfach 10 andere Personen wie Quincy wirklich regelmäßig in meiner Timeline habe.
Mir gefällt außerdem richtig gut, wie stark das Buch auf die Benachteiligung von Frauen in wissenschaftlichen Berufen aufmerksam macht, ohne das Thema zu sehr auszuschlachten. Ohne es in den Mittelpunkt zu stellen oder permanent darauf rumzuhacken, wie scheiße das ist. Ohne das es nervt.
Was mich wiederum wirklich nervt ist der Spice.
Am Anfang war er noch echt gut geschrieben und hat Spaß gemacht. Aber leider wird er irgendwann einfach nur noch cringe. Und dann dauert er auch noch verdammt lang… Es hätte der Geschichte überhaupt keinen Abbruch getan, wenn es einfach gar keine spicy Szenen gegeben hätte.
Auch die letzten Kapitel konnten mich nicht mehr so packen wie der Rest der Geschichte. Hier wurde mir dann doch alle ein bisschen zu kitschig. Zu viel. Eben genau dieses: „wir springen alle glücklich über eine Blumenwiese“, was das Buch am Anfang nicht war und genau deshalb so gut gemacht hatte.
Dennoch hat mich das Buch extrem gut unterhalten. In seiner Gesamtheit kann ich dem Buch mit guten Gewissen 4 Sterne geben und über die kleineren Aspekte die mich gestört haben wegschauen. Eben genau weil, mich Liebesgeschichten in der Regel nicht so sehr berühren, wie es in stormy weather über sehr, sehr viele Seiten geschafft hat.



