Wenn DIE Margot Robbie ihr Lieblingsbuch vorstellt, muss man es einfach lesen, oder? Ich bin jedenfalls froh es getan zu haben. Anders als man bei dem Titel vermuten wĂŒrde geht es in dem Buch nicht um den Glaube an Gott, sondern um das eigene Leben. Mitch Albom hat mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk geschaffen, welches das Potenzial hat das eigene Leben zu verĂ€ndern. Du willst mehr wissen? Dann lieĂ weiter.Â
Darum geht es in die fĂŒnf Menschen, die dir im Himmel begegnen
Der Klappentext beschreibt den Inhalt so:
An seinem 83. Geburtstag kommt Eddie bei einem Unfall ums Leben. Es scheint das tragische Ende eines bedeutungslosen Daseins. Doch im Jenseits begegnet er fĂŒnf Menschen, die in seinem Leben eine entscheidende Rolle gespielt haben. Anhand ihrer ErzĂ€hlungen offenbaren sie Eddie ZusammenhĂ€nge in seinem Schicksal, die ihm bislang verborgen waren. Sie lehren ihn, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen und zeigen ihm den verborgenen Sinn in einem nur scheinbar bedeutungslosen Sein. (Quelle:
Goldmann Verlag)
Ich wĂŒrde sagen: lieĂ das Buch einfach. Wenn ich dir verrate worum es geht, nehme ich schon super viel weg. Es lohnt sich!
Wie der Name schon vermuten lĂ€sst, geht es unter anderem um den Tod aber auch um viele andere Themen, die zum Nachdenken anregen. Einige davon können aber schwer verdaulich sein. Es geht zum Beispiel auch um Krieg, offene Wunden, Alkoholmissbrauch, hĂ€usliche Gewalt und eben Tod – auch von Kindern. Das sind Themen, die fĂŒr einige ziemlich triggernd sein könnten.

Details zum Buch
Titel:Â Die fĂŒnf Menschen, die dir im Himmel begegnen
Originaltitel:Â The five people you meet in heaven
Format:Â TaschenbuchÂ
EinzelbandÂ
Autorin:Â Mitch Albom
Verlag:Â Goldmann Verlag
ISBN:Â 978-3-442-460-779
Seitenzahl:Â 244
Erstveröffentlichung: 17.10.2005
Preis: 10,99 âŹ
Bezugsquelle:Â
Meine Meinung zu dem Roman von Mitch Albom
Gedankenschnipsel mit Tiefgang
Eddie fĂŒhrt ein Leben, auf das er nicht stolz ist. Sein Leben ist nicht schrecklich, er ist ein ehrlicher Mann, verdient ehrlich sein Geld und hat eine liebevolle Familie und dennoch: sein Leben lief nicht so wie er sich es gewĂŒnscht hat. Es hat ihn nicht erfĂŒllt. Er hĂ€tte sein Leben lieber anders gelebt. Mehr erreicht. Mehr gesehen. Und jetzt ist Eddie Tod.Â
Im Himmel begegnet Eddie fĂŒnf Menschen, die alle eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt haben. Menschen, die sein Leben maĂgeblich beeinflusst haben. Manchmal durch Entscheidungen die Eddie getroffen hat und manchmal durch Entscheidungen, die diese fĂŒnf Personen getroffen und Eddie damit die Wahl genommen haben. Nicht alle Personen kannte Eddie. Mansche sind Fremde. Aber alle Schicksale sind irgendwie miteinander verbunden. Auf die ein oder andere WeiĂe, durch Bestimmung oder Zufall.Â
Mitch Albom nimmt uns in seinem Buch âDie fĂŒnf Menschen, die dir im Himmel begegnenâ auf eine wirklich tiefgrĂŒndige und wunderschöne Reise mit. Obwohl der Titel anderes vermuten lĂ€sst, ist das Buch keineswegs religiös oder spirituell. Auf 244 Seiten gibt uns der Autor immer wieder zu verstehen das unsere eigene Zeit auf dieser Erde dicht mit dem Leben anderer Personen verwoben ist. Irgendwo, spielen wir in dem Leben von irgendwen eine sehr groĂe und wichtige Rolle â auch wenn wir es selbst vielleicht nicht wissen. Jeder Kontakt und jede Interaktion mit Mitmenschen zu unserer Lebzeit, jede Entscheidung die wir treffen â oder auch nicht treffen, löst irgendwo eine Reaktion aus. Wir alle sind durch einen unsichtbaren Faden miteinander verbunden.Â
Das lernt Eddie durch die fĂŒnf Personen die er im Himmel trifft sehr deutlich. Dabei verpackt der Autor die ZusammenhĂ€nge sehr anschaulich. Die Geschichte ist simpel. Auf den ersten Blick wirkt Eddies Leben wirklich einfach. Beim Lesen hat man unwillkĂŒrlich das GefĂŒhl man kennt auch eine Person, dessen Leben so unspektakulĂ€r wie Eddies wirkt. Vielleicht sieht man sich teilweiĂe sogar selbst in ihm.Â
Mit jeder Person die Eddie trifft, lernt er etwas neues ĂŒber sein eigenes Leben und ĂŒber das Leben der anderen Person. Er â und der Leser â merkt sehr schnell: nichts ist wirklich âeinfachâ. In dem Buch erlĂ€utert der Autor nicht nur, dass alle Schicksale zusammenhĂ€ngen, sondern auch, dass ein auĂenstehender nie zu 100 % wissen kann, wie das Leben eines anderen aussieht und warum er sich verhĂ€lt wie er es tut.
Im Himmel lernt Eddie es geht darum vertrauen zu können, aber auch verzeihen zu können. Entscheidungen mit Bedacht zu treffen aber sich auch mal eine Freude zu gönnen, auch mal egoistisch zu sein. Es geht darum auf sein BauchgefĂŒhl zu hören aber auch mal etwas zu wagen. Es geht um Kommunikation und darum, Menschen nicht schnell vorzuverurteilen.Â
Ich möchte nicht zu viel von der eigentlichen Handlung verraten, kann das Buch aber wirklich nur jedem Menschen ans Herz legen. Mitch Albom versteht es zum Nachdenken anzuregen und das Buch schafft es, trotz der wirklich wenigen Seiten tief ins Herz zu stechen und neue Blickwinkel zu eröffnen. Ich denke die nachfolgenden Zitate sprechen fĂŒr sich und machen Lust auf mehr.
Die schönsten Zitate von »Die fĂŒnf Menschen, die dir im Himmel begegnen«
Die meisten Menschen machen den Ort schlecht, an dem sie aufgewachsen sind. Aber den Himmel kann man in den unwahrscheinlichsten Ecken finden.Â
Weil der menschliche Geist tief im Inneren weiĂ, dass alle Leben miteinander verknĂŒpft sind. Dass der Tode nicht nur den einen holt, sondern auch einen anderen verschont, und in dem kleinen Abstand zwischen Geholtwerden und Verschontwerden verĂ€ndert sich das Leben.
Du findest Frieden, wenn du dich mit dir selbst versöhnst.
Wer auĂerhalb der Gesellschaft steht, lernt sogar einen auf ihn geworfenen Stein zu schĂ€tzen.
Fremde, sind nur Familienmitglieder, die man noch kennenlernen muss.
Kein Leben ist nutzlos, die einzige vergeudete Zeit ist die, in der wir denken, wir seien allein.
Verlorene Liebe ist immer noch Liebe, Eddie
Leben und Tod werden nicht von Fairness reagiert (sagte er,) sonst wĂŒrde niemals ein guter Mensch, jung sterben.
Junge MĂ€nner ziehen in den Krieg. Manchmal, weil sie mĂŒssen, manchmal, weil sie wollen. Doch immer haben sie das GefĂŒhl, es werde von ihnen erwartet. Das kommt von den traurigen, im Laufe vieler Leben angesammelten Geschichten, die jahrhundertelang Waffengewalt mit Mut verwechselt haben und Gewaltlosigkeit mit Feigheit.
Das Leben hat ein Ende, die Liebe nicht.



