Teufelsnacht
– Michelle Paver

Ein einsames Herrenhaus mitten im Moor, ein junges Mädchen und ein Mord. Doch warum musste der Junge auf so grausame weiße sterben? 

Trope

Lonely girl
slow burn friendship
Mysteriöse Erscheinungen

Seitenzahl

384

Originaltitel

Wakenhyrst

Genre

Roman

Alle Details zum Buch

Teufelsnacht

Originaltitel: Wakenhyrst
Format: Taschenbuch
Einzelband
Autor:
Michelle Paver
Verlag:
Poper
ISBN: 978-3-4920-6294-7
Seitenzahl: 384
Erstveröffentlichung: 28.10.2021
Preis: 15,00 €
Bezugsquelle: z.B. Amazon*, Piper* oder Thalia*

Klappentext

Ein altes Herrenhaus im Moor, ein grausamer Mord, ein einsames Mädchen

Suffolk, 1913: Hinter dem düsteren und einsam im Moor gelegenen Wake’s End findet man den Hausherren Edmund Stearne neben einer grauenvoll zugerichteten Leiche. Er spricht nur diese einzigen Worte: »Ich war es, aber ich habe nichts falsch gemacht.« Seine Tochter Maud ist ein einsames Mädchen, das ohne Mutter aufwächst und unter dem herrischen und lieblosen Vater leidet. Zu dem fürchterlichen Verbrechen schweigt sie beharrlich. Dabei hat sie heimlich die Tagebücher ihres Vaters gelesen und weiß mehr, als sie zugibt. Doch auch Maud ist nicht frei von Schuld. Es wird Zeit, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt

Quelle: Piper (Klappentext, Buchcover, Zitate)

Darum geht es

-Enthält Spoiler-

Maud Stearne wächst als wohlhabendes Mädchen in dem kleinen Ort Wake’s End, inmitten eines Moores auf. Die anderen Dorfbewohner fĂĽrchten sich vor dem Moor und den geisterhaften Kreaturen die vermeintlich in ihm lauern. Nicht aber Maud, sie fĂĽhlt sich schon immer von dem sumpfigen Fleckchen angezogen. Wenn sie dort im Moor steht, und die ZugfĂĽgel beobachtet hat sie das GefĂĽhl frei zu sein. Denn im Haus, ist sie es nicht. Maud wächst als mittleres Kind, und einziges Mädchen unter einem sehr Traditionsbewussten Vater auf. Frauen sind allemal gut genug fĂĽr den Haushalt. Und das auch nur wiederwillig. Als Mauds Mutter frĂĽh stirbt, muss Maud die Rolle der Hausherrin ĂĽbernehmen, auĂźerdem fängt sie an, Ihren Vater bei seinen Forschungen als Professor zu unterstĂĽtzen – obwohl ihr Vater ihr weder das eine, noch das andere zutraut Einige Wochen vergehen, Maud findet einen verletzen Vogel im Moor, rettet ihm das Leben und nimmt ihn mit nachhause. Edmund Stearne kommt derweil sehr gut mit seinen Forschungen voran. In der örtlichen Kirche entdeckt er ein uraltes Gemälde, welches er weiter erforscht. Er ist davon ĂĽberzeugt, dass in diesem Gemälde ein echter Dämon gefangen ist. Je mehr er sich mit dem Bild befasst, desto wahnhafter werden seine Forschungen. Einige Wochen vergehen, Maud verliebt sich in einen Hilfsgärtner, zusätzlich freundet sie sich mit einem Mann an, der im Moor lebt und ihr erzählt, dass Edmund ein groĂźes Geheimnis hat. Edmund der mittlerweile felsenfest davon ĂĽberzeugt ist, dass der Dämon aus dem Bild verschwunden ist und nun im Moor lebt, beschlieĂźt selbiges zu entwässern. Als er dann auch noch den Auftrag gibt, Mauds Vogel ermorden zu lassen, bricht fĂĽr sie eine Welt zusammen. Während Maud ĂĽberlegt, wie sie das Moor retten kann, passieren immer mehr seltsame Dinge in dem Anwesen: Fenster sind plötzlich offen, Seegras taucht im Haus auf, es sind Schritte zu hören. Es werden schreckliche Geheimnisse gelĂĽftet, Tragödien finden statt und Menschen sterben. Was kann Maud tun, um dem Wahnsinn endlich ein Ende zu bereiten?
Triggerwarnung

In „Teufelsnacht“ von Michelle Paver werden einige schwierige Themen angesprochen, die fĂĽr einige Leser:innen vermutlich triggernd sein können, dazu zählen:

  • Fanatische Glaubensansätze
  • Mord & Tod
  • Blut / offene Wunden
  • Missbrauch
  • Drogen und Alkoholmissbrauch 

Buchrezension zu »Teufelsnacht« von Michelle Paver

Spannend und unvorhersehbar bis zur letzten Seite

Teufelsnacht schwankt irgendwo zwischen Roman und Thriller. Irgendwo zwischen mitfiebernd und ungläubig mit dem Kopf schüttelnd. Irgendwo zwischen Leid und Mut. Und auch irgendwo zwischen Sympathie und entsetzen.

Wir lernen Maud kennen – als alte, sagenhaft unhöfliche Frau. Wir lernen Maud kennen – als junges Mädchen. Als intelligentes und mutiges Mädchen, dass irgendwie in einer Welt zurechtkommen muss, die nicht fĂĽr Frauen geschaffen wurde. Maud lebt in einem pompösen Anwesen inmitten eines Moors. Gebaut mit dem Geld ihrer viel zu frĂĽh gestorbenen Mutter. Verwaltet von einem kleinen Mädchen. Aber trotzdem hat nur Mauds Vater etwas zu sagen. Er ist der Mann im Haus. Und er kann Frauen nicht leiden. Das Maud – seine einzige Tochter – auch noch das klĂĽgste seiner Kinder ist und Interesse an seinen Forschungen zeigt, schmeckt ihm so gar nicht. Und das zeigt er. Immer und immer wieder. Doch irgendwie schafft es Maud sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie bleibt standhaft und mutig. Immer freundlich – wie es sich fĂĽr eine Frau gehört – aber auch bestimmt und lernt fĂĽr sich einzustehen. Die Charakterentwicklung von Maud macht wirklich SpaĂź und erklärt immer wieder das Verhalten ihres Gegenwart-Ichs.

Die Handlung des Buches gefiel mir echt gut, es war durchgehend spannend. An einigen Stellen war es sehr langatmig, an anderen Stellen hat es Fragen aufgeworfen. Nicht alle wurden aufgelöst. Viele von Mauds Erlebnissen erzählt sie nur sinnbildlich – es bleibt viel Spielraum fĂĽr die eigene Interpretation. Oftmals wird erst hinterher klar, das es sich um eine sinnbildhafte Situation handelt. Oder eben auch nicht. Das muss man wollen und darauf muss man sich einlassen. Das Buch ist spannend – wird aber erst richtig gut, wenn man sich reinfallen lässt und anfängt die Zeile zu untersuchen. Zu interpretieren was zwischen den Zeilen steht und was Maud andeutet aber nicht sagt. Daher eignet sich das Buch auch ganz hervorragend fĂĽr Buddy-Reads oder Buchclubs. 3.5 von 5 Sternen

Quelle:
Klappentext, Coverbild und Zitate: Piper
Bilder: @arcoates und @kasiakorobczuk, beides via Unsplash 

Bei mit einem * gekennzeichneten Links, handelt es sich um sogenannte „Affilate-Links“. Wenn du auf einen solchen Link klickst, und etwas kaufst, erhalten wir eine Provision. Damit unterstützt du unseren Blog, musst selbst aber nicht mehr zahlen.

Weitere Rezensionen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner