Das MĂ€dchen, das
in den Wellen verschwand
– Axie Oh

Mina ist bereit alles aufzugeben, um ihre Familie – ja, sogar ihr ganzes Volk zu retten. Doch ist sie diejenige, die den jahrzehntelang wĂ€hrenden Fluch endlich brechen kann?

Seiten

348

Erstveröffentlichung

19.07.2023

Trope

Female Empowerment
Koreanische Folklore

Autorin

Axie Oh

Alle Details zum Buch

Das MĂ€dchen, das in den Wellen verschwand

Titel: Das MÀdchen, dass in den Wellen verschwand
Originaltitel: the girl who fell beneath the sea
Format: Taschenbuch 
Einzelband 
Autorin: Axie Oh
Übersetzt von: Nadine Mannchen
Verlag: Loewe 
ISBN: 978-3-7432-1709-6
Seitenzahl: 384
Erstveröffentlichung: 19.07.2023
Preis: 17,95 €
Bezugsquelle: z.B.Â ĂŒber Thalia

Klappentext

Zwischen Sturm und Schicksal

 

Jedes Jahr wĂŒten in Minas Heimat tödliche StĂŒrme. Und jedes Jahr wird das schönste MĂ€dchen in die Fluten geworfen. Denn eines Tages, so die Legenden, soll die wahre Braut des Meeresgottes auserwĂ€hlt werden und den Unwettern ein Ende bereiten. Doch dieses Jahr greift Minas Bruder in das Ritual ein und gerĂ€t dabei in Lebensgefahr. Um ihn zu retten, opfert Mina sich freiwillig. Im Reich der Geister stellt sie allerdings fest, dass auf dem Meeresgott ein Fluch liegt. Und ihr nur dreißig Tage bleiben, um ihn zu brechen und die StĂŒrme fĂŒr immer zu beenden 


 

Quelle Klappentext und Buchcover: Loewe

AusfĂŒhrlicher Inhalt

-EnthÀlt Spoiler-

 

Seit Mina denken kann, herrschen jĂ€hrlich schreckliche Unwetter die das Leben ihres Volkes gefĂ€hrden. Es heißt, der Meeresgott ist wĂŒtend und schickt deshalb diese StĂŒrme. Um ihn zu besĂ€nftigen, wir jĂ€hrlich ein junges MĂ€dchen fĂŒr ihn geopfert. Als dieses Jahr, die große Liebe von Minas Bruder geopfert werden soll, beschließt Mina kurzerhand an ihrer Stelle in die Wellen zu springen und sich zu opfern.

 

Mina gelangt in die Geisterwelt und folgt dort dem roten Schicksalspfaden bis zum Palast des Meeresgottes – doch aufgrund eines Fluches schlĂ€ft dieser tief und fest. Mina wird von drei Soldaten ĂŒberrascht, die das Band des Schicksals zerschneiden und ihre Seele stehlen. Ohne Seele, kann sie nicht mehr sprechen.

 

WĂ€hrend sie die drei Soldaten verfolgt, um ihre Seele zurĂŒck zu bekommen, trifft sie auf drei Kinder, die ihr im Laufe der Geschichte immer wieder helfen und sich spĂ€ter als Familienmitglieder von ihr herausstellen. Ihre Seele wird in Form eines Vogels in Haus Lotus gefangen gehalten. Als Sie es schafft diese zu befreien, knĂŒpft sie aus Versehen mit dem Herrscher des Hauses Lotus, Shin und dem Mann, der ihre Seele geraubt hat ein Schicksalspfaden. Sie sieht es als Ihre Aufgabe, den Fluch des Meeresgottes zu brechen und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Antworten. Doch nicht jeder, möchte dass der Meeresgott wieder erwacht und so mĂŒssen sie sich einigen Gefahren stellen, auf hinterlistige Götter vertrauen und gegen HĂ€user kĂ€mpfen, die sich ihnen in den Weg stellen wollen. WĂ€hrend dieser Reise verlieben sich Shin und Mina ineinander, obwohl Mina erfĂ€hrt, dass Shin keine Seele mehr hat. Doch Mina hat geschworen, den Meeresgott zu heiraten, um ihr Volk zu retten und so muss sie ihre Pflicht erfĂŒllen.

 

TatsĂ€chlich schafft sie es den Meeresgott zu wecken und UnterhĂ€lt sich mit ihm, doch er ist tief traurig – weil er das GefĂŒhl hat sein Volk im Stich gelassen zu haben. Sie verspricht bei ihm zu bleiben, wenn er dafĂŒr die StĂŒrme stoppt, die mittlerweile nicht nur ihre Welt sondern auch die Geisterwelt in Gefahr bringen. Es heißt, der Meeresgott ist tief traurig, weil ein junger Kaiser – sein bester Freund – gestorben ist, ohne das der Meeresgott etwas dagegen tun konnte. Doch Mina findet heraus dass diese Geschichte so nicht stimmt. Shin – der wahre Meeresgott – schenkte dem jungen Kaiser seine Seele um ihn zu retten, verlor damit seine Kraft und seine Erinnerung und der junge Kaiser wurde zum neuen Meeresgott, ohne es zu wollen.

 

Nachdem Mina dieses Geheimnis gelĂŒftet hat, geht sie zurĂŒck in die Menschenwelt, zu ihrer Familie. Sie möchte Shin ein Jahr Zeit geben, um sich zu finden und sich selbst die Zeit nehmen, um sich von ihrer Familie zu verabschieden. Jahr um Jahr vergeht, ohne das Shin kommt. Der junge Kaiser ist zwischenzeitlich ebenfalls wieder in die Menschenwelt zurĂŒck gekehrt und hat dort sein Reich zurĂŒck erobert. Er trifft auf Mina und hĂ€lt um ihre Hand an. An diesen Abend erinnert sich auch Shin wieder und kommt, um endlich Minas versprechen einzulösen – den Meeresgott zu heiraten.

Triggerwarnung

In „Das MĂ€dchen, das in den Wellen verschwand“ werden kurz Themen angesprochen, die fĂŒr einige Leser:innen vermutlich triggernd sein können, dazu zĂ€hlen:

  • Ertrinken 
  • Tod von Kindern und Babys

Meine Meinung und Buchrezension zu Das MĂ€dchen, dass in den Wellen verschwand

VertrĂ€umte LektĂŒre fĂŒr Zwischendurch mit ganz tollem Schreibstil​

Endlich mal wieder ein Einzelband. Ich lese momentan viele Reihen mit 5+ BĂ€nden, sodass ich mich gefreut habe mal wieder eine Geschichte zu lesen die in sich geschlossen ist. Ein Snack fĂŒr zwischendurch und kein großes Commitment. Zu „Das MĂ€dchen das in den Wellen verschwand“ von Axie Oh habe ich auf Empfehlung von einer sehr lieben Freundin gegriffen. Aber seien wir ehrlich, allein das Cover ist so schön, dass ich es mir auch nur deshalb gekauft hĂ€tte, um es in meinem BĂŒcherregal zu stellen und nett anzugucken. Das es dann auch noch mit einer ganz tollen Geschichte aufwartet, ist quasi ein Bonus!

Um den wĂŒtenden Meeresgott zu beruhigen und die wilden StĂŒrme zu beruhigen wird einmal im Jahr ein MĂ€dchen geopfert. Dieses MĂ€dchen sollte nicht Mina sein – und doch ist sie es. Sie stĂŒrzt sich in die kalten Wellen des Ozeans, um die große Liebe ihres Bruders zu retten. Doch um ihre Familie und ihr gesamtes Volk wirklich in Sicherheit zu wissen, muss sie den Fluch brechen. Es warten Intrigen und einige Schwierigkeiten auf das junge MĂ€dchen und Gleichzeitig beginnt fĂŒr Mina ein Wettlauf gegen die Zeit – bleibt sie lĂ€nger als 30 Tage im Reich des Meeresgottes wird sie zu einem Geist und kann nie wieder zu ihrer geliebten Familie zurĂŒckkehren. 

Klingt schon spannend. Ist auch spannend.
Axie Ohs Schreibstil ist dabei einfach einnehmend. Sie schafft es die Charaktere und Welten gekonnt zum Leben zu erwecken und webt gleichzeitig echte koreanische Folkore und Traditionen in die Geschichte ein, ohne sich im Detail zu verlieren. Selbst wenn ich den Inhalt des Buches ausblende, bin ich von Ihrem Schreibstil so begeistert, dass ich in Zukunft definitiv auch andere BĂŒcher von ihr lesen werde. Dazu muss aber auch gesagt sein, dass ich die deutsche Übersetzung gelesen habe. Das Lob geht daher auch ganz klar an Nadine Mannchen, die das Werk wunderbar ĂŒbersetzt hat. Meine Freundin, die das Buch in der englischen Originalfassung gelesen hat, hat als sie die Empfehlung aussprach, aber ebenso sehr von dem Schreibstil geschwĂ€rmt.

Mir haben ganz besonders die schlagfertigen und lustigen Charaktere gefallen, mit denen ich von der ersten Seite an stark mitfĂŒhlen konnte. Minas Handlungen waren fĂŒr mich fast immer nachvollziehbar. Und obwohl sie als sie in die Fluten springt erst 14 Jahre alt ist, finde ich sie schon sehr abgeklĂ€rt und reflektiert. Manchmal handelt sie nicht so, wie man es von einem so jungen MĂ€dchen erwarten wĂŒrde, und stellenweise ist sie dann doch wieder arg naiv. Hier finde ich es aber sympathisch und auch gut ausformuliert, sodass man die Sprunghaftigkeit Ihres Handelns sehr gut nachvollziehen kann.

Das Buch war mein Monatshighlight im Juli und ich kann es jedem der auf der Suche nach einem leichten LesevergnĂŒgen ist wirklich wĂ€rmstens Empfehlen.

Die Hauptprotagonistin

Mina

Die besten Zitate aus »Das MÀdchen, das in den Wellen verschwand«

Shim Cheon hat auf ihn gewartet, seit sie erfahren hat, dass sie zu schön ist, um am Leben zu bleiben. 

Aber ich glaube, ihm fehlt nur die Geduld, genau hinzuhören. 

Ich mag leichtsinnig sein. Vielleicht auch gewöhnlich. Aber schwach bin ich nicht.

In diesem Moment fĂŒhle ich mich nicht schön. Ebenso wenig komme ich mir mit meinen zitternden HĂ€nden besonders tapfer vor. Doch meine Brust ist erfĂŒllt von einer WĂ€rme, die mir nichts und niemand nehmen kann. Und daraus schöpfe ich Kraft, denn trotz meiner Angst weiß ich, dass dies meine Entscheidung ist. 

Ich glaube, nichts zu tun, wĂŒrde einem das grĂ¶ĂŸere Opfer abverlangen.

Das MÀdchen, das die Welt gerettet hat, indem es sich selbst rettete. 

Nichts Außergewöhnliches wird je aus Vernunft oder Logik heraus vollbracht, sondern weil es der einzige Weg ist, unsere Seele atmen zu lassen. 

Quelle: Klappentext, Coverbild und Zitate: Loewe
Weitere Rezensionen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner