Blackspell – Celine Leonora

Suchst du nach dem perfekten Mix aus Dark Academia, mystischen Hexen-Vibes und einer Prise Addams-Family-Charme? In meiner Rezension zu „Blackspell“ von Celine Leonora erfährst du, warum dieser Auftakt der Fantasy-Dilogie für mich ein echtes Gefühlschaos zwischen absolutem Wohlfühlfaktor und zähen Lesestunden war.

Darum geht es in „Blackspell“ von Celine Leonora

Achtung: könnte Spoiler erhalten: Eigentlich hat Eden ganz andere Sorgen, doch dann stirbt plötzlich und unerwartet ihr Vater. Um die ohnehin schon verzwickte Situation zusätzlich zu erschweren, ist ihr Erbe auch noch an eine Bedingung geknüpft: Sie muss ihre letzten beiden Schuljahre an der seltsamen Wyndhouse Academy absolvieren. Blöd nur, das Eden sich eigentlich geschworen hat, nie wieder in den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren. Als sie dann auch noch in ihrer ersten Nacht in der alten Heimat, über eine mit Motten besetzte Leiche im Wald stolpert und kurz darauf ihren mysteriösen Nachbarn trifft, ist das Chaos komplett.

Die Tropes sind: Dark Academia, Slow burn, Enemies to Lovers, Childhood Friends, Hidden Legacy

Details zum Buch

Titel: Blackspell
Format: Hardcover
Band 1 von 2
Autor: Celine Leonora
Verlag: Ullstein Jugendbuch
ISBN: 978-3-690-86000-0
Seitenzahl: 448
Erstveröffentlichung: 30.10.2025
Preis: 19,99 €
Bezugsquelle: Thalia


Meine Meinung zu »Blackspell« Band 1

Cozy Dark-Academia-Vibes, schöne Ideen und süße Charaktere, aber wenig Drive

Blackspell ist für mich eines dieser Bücher, die man nur schwer greifen kann. Es könnte alles sein zwischen zwei und vier Sternen.

Es ist für mich irgendwie nicht packend genug, hat aber seine Wohlfühlmomente. Es ist nicht wahnsinnig spannend, aber gleichzeitig auch nicht langweilig.

Ich mochte den Addams-Family-Vibe sehr. Ich mochte die Blutmotten. Ich mochte die Idee, das Setting, den Schreibstil. Ich mochte die Freundinnen und die Dynamiken zwischen ihnen. Und ja, ich mochte auch die Lovestory – während ich sie gleichzeitig irgendwie auch nicht mochte. Mir hat dieses Gefühl von „Halt dich von ihm fern, er ist böse…. einer von den Beliebten“ gefallen. Und gleichzeitig konnte ich sehr gut nachvollziehen, warum sie ihn wollte. Die Gefühle haben mich immer gut abgeholt. Das Buch war emotional für mich absolut stimmig.

Die Autorin hat viel Wert darauf gelegt, dass sich in dem Buch die unterschiedlichsten Personen repräsentiert werden. Queernes, Krankheiten – selbst wie Hexen mit unterschiedlicher Religion an einzelnen Ritualen teilnehmen. Das hat das Buch für mich nochmal etwas charmanter gemacht. Nicht nur, weil es so gut durchdacht ist, sondern dadurch auch einfach nochmal authentischer wirkt. 

Die Geschichte selbst ist unglaublich cozy. Aber für mich mehr nur gemütlich. Wie ein weiches Sofa. Eben nicht wohlfühl-gemütlich oder mitfiebernd-aber-gemütlich. Es ist wirklich schwer zu beschreiben. Sie ist für mich mehr Dark Academia als Fantasy. Mehr College Romance als Hexeninternat. Ein netter Read zwischendurch, aber nichts, was unter die Haut gehen würde. 

Manche Kapitel waren intensiv, atmosphärisch, einfühlsam. Ich bin nahezu durch die Seiten geglitten und wollte alles aufsaugen. Und dann gab es wieder Abschnitte, durch die man sich eher kämpfen musste. Und wieder von vorn. Nichts Ganzes, aber irgendwie auch nichts Halbes. Irgendwann fühlt es sich an, als wüsstest du bereits, dass du beim Lesen Anlauf nimmst, für die nächste schwierige Passage. Das hat mir stellenweiße ein bisschen den Spaß genommen.  

Die Aufmachung des Buches ist aber definitiv eine 10 von 10. Es ist mit so viel Liebe gestaltet und toll ausgestattet, dass es allein deshalb schon einen Platz in meinem Bücher-Regal bekommen hätte. Innen sind unter anderem Stundenpläne abgedruckt, es liegt eine Charakterkarte bei und ganz ehrlich, ohne Schutzumschlag, ist das Buch sogar noch viel schöner. Dafür gibt es ganz viel liebe. 

Ich werde den zweiten Band definitiv lesen. Die Charaktere waren dafür süß genug und es hat mich auch genug abgeholt. Aber es ist mehr ein „Will die Reihe beenden-Read, als ein „hab ich voll Lust drauf“ Daher weiß ich auch jetzt schon: der Nachfolger wird erstmal eine kleine SUB-Leiche.

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