Not Quite Dead Yet – Holly Jackson

Erinnert ihr euch noch daran, dass ich Bücher, die ich wegen des Klappentextes kaufe, eigentlich nicht mag? Irgendwie enttäuschen sie mich immer. Und auch Not Quite Dead Yet ist nicht unbedingt das was ich erwartet habe – aber vielleicht genau deshalb auch so gut.

Darum geht es in „Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson

Achtung: könnte Spoiler erhalten: Als Jet eines Nachts Opfer eines brutalen Angriffs wird, ändert sich für sie alles: Jet wird sterben. Doch vorher, will sie unbedingt ihren eigenen Mörder finden. Während die Polizei im Dunkeln tappt und ihr Heimatdorf versucht, zur Tagesordnung überzugehen, beginnt Jet daher, ihren eigenen Mordversuch aufzuklären. Sie merkt schnell, dass sie niemandem wirklich trauen kann – nicht einmal ihren engsten Freunden oder ihrer Familie. Das Netz aus Lügen, alten Familienfehden, Dramen und Intrigen ist viel größer, als sie zunächst dachte.

Die Tropes sind:

Details zum Buch

Titel: Not Quite Dead Yet
Originaltitel: Not Quite Dead Yet
Format: E-Book
Einzelband 
Autor: Holly Jackson
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-7577-0124-6
Seitenzahl: 480
Erstveröffentlichung: 17.07.2025
Preis: 22,90 €
Bezugsquelle:


Meine Meinung zu »Not quite dead yet«

Mehr Krimi als Thriller, aber mit viel Spannung und Mitfieber-Potenzial

Beim Lesen hat es sich für mich weniger wie ein klassischer Thriller angefühlt, sondern mehr wie ein Krimi. Spannend und mitfiebernd aber eben ohne diesen gewissen Nervenkitzel. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich Teil der Ermittlungen. Ich war auch auf der fieberhaften Suche, nach Jets Mörder. Habe interpetiert und Zusammenhänge gesucht und gefunden, wo nicht immer welche waren. Das Buch macht echt Spaß beim lesen. 

Mit Jet konnte ich mich auf eine seltsam distanzvolle Art identifizieren. Sie ist ein bisschen wie diese eine Freundin, bei der man nicht jede Entscheidung gutheißen kann. Nicht jeden Gedanken teilt. Aber die man trotzdem mag. Genau deshalb fiel es mir am Anfang schwer, mit ihr warm zu werden. Ich musste lernen, mit ihr auszukommen. Sie über viele Seiten hinweg kennenlernen. Erst verstehen, in welchen Dynamiken sie lebt. Und ich mag diese Dynamiken echt gern. Man lernt die Figuren nicht direkt kennen, sondern eher wie durch einen Schleier. Wie Nachbarn im Dorf: Man kennt die Familiendramen, weil hinter vorgehaltener Hand darüber geredet wird. Nicht, weil man selbst dabei war. Und während Jet auf der Suche nach ihrem eigenen Mörder ist, kommen genau diese Dramen Stück für Stück ans Licht.

Das Buch lebt also nicht von Schockmomenten, sondern viel mehr von den zwichenmenschlichen Beziehungen, von den was wäre wenn’s, von dem „könnte ich mir bei ihm vorstellen“. Es lebt von Annahmen und Zwichentönen. NIchts is klar schwarz und weiß. Niemand führt klar etwas Böses im Schilde – oder ist nur gut. Es ist so echt. 

Genau das hat die Geschichte für mich so spaßig, und das Ende so gut gemacht.

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