Die Influencerin
– Rebecca Russ

Stell dir vor, du teilst auf Social Media dein ganzes Leben. Bis du es plötzlich nicht mehr tust. Doch nicht jeder kommt damit zurecht, auf einmal nichts mehr von dir zu hören. Jemand sucht nun einen anderen Weg, um Teil deines Lebens zu bleiben. 

Erstveröffentlichung

14.03.2024

Plot

Plotdriven

Trope

Social Media
Influencer & Fame 
Stalking 

 

Genre

Thriller

Alle Details zum Buch

Die Influencerin 

Titel: Die Influencerin – Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich.
Format: Taschenbuch 
Einzelband 
Autor:
Rebecca Russ
Verlag:
RĂŒtten & Loening Berlin
ISBN: 978-3-352-01005-7
Seitenzahl: 288
Erstveröffentlichung: 14.03.2024
Preis: 16,99 €
Bezugsquelle: z.B.ĂŒber Thalia*

Klappentext

Am Höhepunkt ihrer Online-Karriere verliert die Lifestyle-Influencerin Sarah Rode alles, wofĂŒr sie jahrelang gearbeitet hat. Die Online-Welt gibt ihr die Schuld am Tod einer Followerin. Nach einer Flutwelle aus Hass löscht Sarah all ihre Social-Media-Apps und verkriecht sich in ihrem Haus. Doch der Hass sickert bald ĂŒber die Grenzen der Online Communities hinaus bis ĂŒber ihre TĂŒrschwelle. Sie fĂŒhlt sich bedroht und verfolgt. Dann erscheint ein neuer Instagram-Account in Sarahs Namen. Wer steckt hinter dem Fake-Account? Wie kann es sein, dass der Betreiber ihre persönlichen Geheimnisse zu kennen scheint? In einem atemlosen Rausch kommt Sarah der erschĂŒtternden Wahrheit Schritt fĂŒr Schritt nĂ€her …

Ein hochspannender Thriller ĂŒber die AbgrĂŒnde der Social Media-Welt und die Schattenseiten des Influencer*innen-Daseins.

Quelle: RĂŒtten & Loening Berlin (Klappentext, Buchcover, Zitate)

AusfĂŒhrlicher Inhalt

-EnthÀlt Spoiler-

Sarah verdient ihr Lebensunterhalt als Fitness-Influencerin, doch als sich ein junges MĂ€dchen das Leben nimmt, Ă€ndert sich alles fĂŒr Sarah. Das MĂ€dchen war eine ihrer treusten Followerin und Sarah, die einzige Person die von den mentalen Problemen des MĂ€dchens wusste. Ihre Follower geben Sarah die Schuld an ihrem Tod und es entwickelt sich nicht nur ein riesen Shitstorm, sondern auch alle Sponsoren beenden die Zusammenarbeit. 

Sarah gibt sich selbst ebenfalls die Schuld und möchte erstmal nichts mehr mit Social Media zu tun haben. Sie deaktiviert ihren Account. Doch Sarah bleibt nicht lange offline – wenige Zeit nachdem sie ihren Account deaktiviert hat, taucht plötzlich ein Fake-Account aus dem Nichts auf, der Fotos von Sarah veröffentlicht. Fotos, die irgendjemand Fremdes von ihr gemacht hat. 

Als plötzlich auch mysteriöse PR-Pakete vor ihrer TĂŒr auftauchen, die mit Glascherben gefĂŒllt sind, ist sich Sarah sicher, dass sie verfolgt wird. 

Doch ihr direktes Umfeld ist sich sicher, dass sie ĂŒbertreibt und die Online-Welt sieht Sarah weiterhin als Mörderin. Als auch noch Mocca, Sarahs Hund von dem Inhaber des Fake-Account entfĂŒhrt wird, bricht fĂŒr sie endtgĂŒltig eine Welt zusammen. Auch die Beziehung zu ihrem Mann geht immer mehr in die BrĂŒche und er zieht mit der gemeinsam Tochter Viktoria in ein Hotel.

Sarah ist sich  inzwischen sicher, das die Schwester des toten MĂ€dchens etwas mit dem Fake-Account und den Paketen zu tun hat und stellt sie, nachdem sie ein Fenster von Sarahs Haus eingeschlagen hat zu Rede. Das MĂ€dchen gesteht die Pakete abgelegt zu haben, will aber nichts von einem Fake-Account wissen. Viktoria, die die ganze Szene ĂŒber die Überwachungskameras von ihrem Handy aus verfolgt, fĂ€hrt sofort nachhause, um nach ihrer Mutter zu sehen. 

Plötzlich wird Sarha von der Plfegerin ihrer Demenz-Kranken Mutter angerufen und gebeten sofort vorbei zu kommen. Die beiden machen sich auf dem Weg und finden Esther, Sarahs Mutter, schlafend auf dem Sofa, doch sie lĂ€sst sich nicht wecken. Plötzlich kommt die Plfegerin, Linda, und bittet Sarah mit ihr runter in den Keller zu gehen, da sie ihr etwas zeigen mĂŒsste. Sarah fĂŒhlt sich dabei nicht wohl, doch begleitet Linda in den Keller. Dort findet sie ihre Schwester gefesselt an einem Stuhl.

Linda hat sie entfĂŒhrt, um Sarah zu retten, da sie sich sicher ist, ihre Schwester wĂ€re nicht gut fĂŒr sie. Es kommt zum Streit zwischen den beiden Schwestern, als Sarah fragt, ob Caro fĂŒr den Fake-Account verantwortlich sei. Caro schreit Sarah an, dass sie die aktuelle Situation verdient habe, weil sie schon wieder ein junges MĂ€dchen im Stich gelassen hat. Im Verlauf des GesprĂ€ches wird klar, dass Caro von ihrem gemeinsamen Adoptivvater jahrelang missbraucht wurde und Sarah es wusste aber nichts dagegen getan hat. Als Sarah Caro endlich von den Fesseln befreien will, mischt sich Linda ein und erzĂ€hlt Sarah, dass sie ihre leibliche Mutter ist und all das nur getan hat, um endlich fĂŒr sie da zu sein. 

Als Beweis nennt Linda das herzförmige Muttermal an Sarahs Schulter. Doch das Muttermal ist nicht echt, Sarah hat es fĂŒr Social Media immer nur aufgemalt. Es kommt zum Streit zwischen den. beiden Frauen, infolge dessen Caro fliehen kann. Sarah schafft es wieder hoch in das Wohnzimmer zu laufen, um Viki und Esther zu holen, doch Linda taucht auf und zieht plötzlich eine Waffe. Esther erwacht aus ihrem Komatösen Zustand und springt auf Linda zu. Darauhin schießt sie. 

Sarah wacht nach einiger Zeit in einem dunklen Raum auf. Sie wurde betĂ€ubt und mit ihrer mittlerweile toten Mutter eingesperrt.  Caro hat glĂŒcklicherweiße die Polizei gerufen, die Sarah vernimmt und ihr mitteilt, dass Viki entfĂŒhrt wurde. Linda, die erzĂ€hlt hatte, sie hĂ€tte ihre Tochter frĂŒh zur Adoption freigegeben stellt sich als Polizeibekannte Schwerverbrecherin namens Tanja heraus – sie hat ihr Kind ermordet und saß jahrelang deshalb im GefĂ€ngnis. Nun befindet sie sich mit Viki auf der Flucht.

Sarah weiß sich nicht anders zu helfen und aktiviert ihren Instagram-Kanal wieder, um einen Live-Stream zu starten. In diesem fordert sie ihre Follower dazu auf, nach Viki zu suchen. TatsĂ€chlich können ihre Follower Viki und Tanja am Bahnhof ausfindig machen und Tanja aufhalten, dabei fĂ€llt sie auf die Gleise und wird von einem einrollenden Zug erfasst. 

Wenig spÀter scheinen sich die Wogen wieder zu glÀtten, als ihr Mann wieder aus dem Hotel in das gemeinsame Haus zieht. Beim ausrÀumen seines Koffers bemerkt Sarah eine Beule in dem Innenfutter. Sie findet ein geheimes Zweithandy und die Leine von dem verschwundenen Mocca. 

Ihr wird klar, dass ihr Mann den Fake-Account erstellt hat und stellt ihn zur Rede. Es kommt zu einer Auseinandersetzung in der er Handgreiflich wird. Viki, die auch zuhause ist und den Streit mitbekommt wÀhlt den Notruf und rettet so sich und ihre Mutter. 

Triggerwarnung

In „Die Influencerin“ von Rebecca Russ werden auch vermutliche triggernde Themen angesprochen, dazu zĂ€hlen:

  • Stalking
  • Demenz 
  • HĂ€usliche Gewalt 
  • Eingesperrt werden
  • Mord / Blut 
  • Drogen

Meine Meinung zu »Die Influencerin« von Rebecca Russ

Sehr aktueller Social-Media-Thriller

Ich mag BĂŒcher mit Influencer & Social-Media-Trope, da diese den Leser immer dazu anregen, den eigenen Social Media Konsum zu hinterfragen und regelmĂ€ĂŸig zu reflektieren. Und das ist Rebecca Russ mit ihrem Thriller gelungen. 

Muss man wirklich sein ganzes Leben teilen? Wie „echt“ sind die Bilder, die Dinge, die man teilt? Wie viel Verantwortung tragen Influencer, fĂŒr die Wirkung die sie bei ihren Followern auslösen? Spannende und wichtige Themen mit denen sich auch Sarah in dem Buch immer wieder beschĂ€ftigt – und doch stehen sie nicht im Mittelpunkt. Sondern ihre Familie, und was die öffentliche Wahrnehmung mit ihr macht. 

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, daher finde ich es schwierig den Schreibstil der Autorin zu bewerten – er steht und fĂ€llt in diesem Fall mit der Hörbuchsprecherin. Und diese hat mich leider nicht ĂŒberzeugen können. Sarahs GefĂŒhle und Gedanken werden sehr monoton vorgesprochen, wĂ€hrend alle anderen Charaktere viel mehr Emotion in der Stimme haben – dabei geht es doch um Sarah. GefĂ€llt mir nicht so. Auch werden viele englische Begriffe seltsam ausgesprochen, was meckern auf hohem Niveau ist, aber als Influencerin, die Sarah nun mal ist, sollten Begriffe wie Feed und App schon richtig ausgesprochen werden. 

Die einzelnen Kapitel werden immer wieder mit Kommentaren eingelĂ€utet, die Sarah auf Social Media bekommt. FĂŒr mich waren diese Kommentare beim lesen mit das gruseligste. Nicht, weil die Leute ihr geschrieben haben sie solle doch einfach sterben – sondern, weil mein erster Gedanke war „Joa, liest man ja stĂ€ndig irgendwo“. Wie abartig ist das bitte, dass uns solche Aussagen wirklich tĂ€glich auf Social Media begegnen und gleichzeitig oder vielleicht auch deshalb so krass relativiert werden?

Die Geschichte ist wirklich spannend und es werden einige Twists und falsche FĂ€hrten gelegt, dennoch ist das Buch an vielen Stellen sehr vorhersehbar. Ich kann das Buch empfehlen fĂŒr Menschen die, die Social Media Thematik mögen oder Personen die Krimis mögen. FĂŒr einen „Thriller“ war es mir etwas zu wenig… Thriller. Allen im Allem ein guter 3 Sterne Read. 

Quelle:
Klappentext, Coverbild und Zitate: XOXO-Verlag 
Bilder: beide via Unsplash 

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